Ute Klöpper-Wenzel Blog

Herzlich willkommen auf meinem Blog rund um die Themen Paarberatung, Psychotherapie und Erziehungsberatung.

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Intimität in Corona-Zeiten

25.4.2021
Ute Klöpper-Wenzel
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Ehrlich gesagt habe ich mich etwas gescheut über das Thema Sexualität, Intimität und Verlangen in dieser bewegten und krisenhaften Zeit zu schreiben. Aber irgendwie kam mir beim Aufräumen, ich werde demnächst umziehen, ein Buch von David Schnarch mit dem Titel „Intimität und Verlangen“ in die Hände, das hat mich zu diesem Thema geführt.

In meine Praxis für Paartherapie kommen seit Wochen vermehrt Paare, die durch die Corona-Krise in eine schwere Ehekrise geraten sind, die sich mit dem Thema Trennung beschäftigen oder vor kurzem auseinander gezogen, und nun einen letzten Rettungsversuch durch eine Paarberatung wagen wollen.

In den allermeisten Fällen hatten die Paare, die jetzt akut eine Paartherapie wünschen, auch schon vor der Corona-Krise Anzeichen einer Schieflage in ihrer Partnerschaft. Bedingt durch die Pandemie verbringen Paare viel mehr Zeit miteinander, es fehlt an Ablenkungsmöglichkeiten und es fehlen Kontakte nach außen. So manches Ehe-Schiff gerät dramatisch in eine Notlage.

In seinem Buch über Intimität in der Partnerschaft, spricht David Schnarch von den „4 Points of Balance“. Was er damit meint sind die folgenden Fähigkeiten, die eine gelingende Beziehung braucht:

-Ein jeder der Partner sollte die Fähigkeit und Reife erlangt haben zu sich selbst zu stehen. Beziehung braucht ein ausreichend entwickeltes Selbstbewusstsein beider Partner.

-Ein jeder der Beiden sollte die Fähigkeit erworben haben, sich selbst bei Aufregung beruhigen zu können, das bedeutet über eine eigene Selbstkontrolle zu verfügen.

– Beide Partner sollten beharrliches Interesse haben an sich selbst zu arbeiten, um ihre eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

– Und jeder von beiden sollte über die Fähigkeit verfügen in schwierigen Situationen und bei Stress maßvoll zu reagieren.

Das liest sich vermutlich für Sie sehr anspruchsvoll und nahezu unerreichbar, zumindest geht es selbst mir so, wenn ich ehrlich bin. Ja, eine zufriedene und erfüllte Partnerschaft gelingt eben nicht so ohne weiteres und wie von alleine. Es braucht viel Einsatz, Geduld miteinander und ausreichendes Engagement, um sich sicher gebunden zu fühlen. Die langandauernde Corona-Krise erschwert uns allen das Zusammenleben auf das äußerste-bleiben Sie am Ball, am „Beziehungsball“.

Schreiben Sie mir, wenn Sie Gedanken haben zu dem Thema Partnerschaft oder wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten für ein Gespräch. Paartherapie hilft in vielen Situationen, wenn die Krise da ist, braucht es ein Kriseninterventionsgespräch.

Ich wünsche Ihnen starke Nerven, viel Zuversicht und Gesundheit in dieser herausfordernden Zeit!!

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

Nichts anderes beschäftigt uns in diesen Wochen so sehr, wie das Corona-Thema. Ja, leider! Seit nunmehr einem Jahr ist unser Leben immer noch stark betroffen durch die Pandemie und das macht uns allen zu schaffen, hat unser Leben sehr verändert und verändert es noch immer.

Als ich vorletzten Sommer meinen Urlaub zum wiederholten Male in Dänemark verbrauchte, entstand dieses lustige Foto von dem jungen Bock, der so neugierig in die Kamera schaut. Es war ein herrlicher Sommertag und alle Besucher im Knutenborg Park auf Lolland erfreuten sich an der sommerlichen Atmosphäre in dem weitläufigen Tierpark. Auf den Picknickplätzen saßen Familien bunt gemischt und verspeisten ihre mitgebrachten Delikatessen, umgeben von der herrlichen Natur und genossen entspannte Momente an frischer Luft. In Gedanken versetze ich mich in diese Urlaubsmomente zurück und „reanimiere“ in mir die dazugehörigen Gefühle der Zufriedenheit und des Wohlbefindens. Wie gut mir das tut und ein kleines Lächeln entsteht in mir.

Die Psychologin Dr. Annegret Wolf rät gegen den Corona-Blues: „Es ist wichtig sich nicht passiv zu fühlen, und sich zurückzuziehen und sich hilflos zu fühlen, sondern aktiv zu bleiben.“ Für  mich bedeutet das, dass ich mich um mich selbst kümmern muss. Ich brauche eine Tagesstruktur. Aufstehen wie immer-dem Körper einen Rhythmus geben-etwas frühstücken, dass mir gute Laune macht-meinen Lieblingsmusiksender hören-mir überlegen, wen ich heute anrufen könnte, um meine sozialen Kontakte zu pflegen. So kann ich selbst dafür sorgen, dass ich mein Denken und Fühlen positiv beeinflusse.

Ich brauche auch Smartphone-freie Zeiten, um mich nicht mit Informationen überschütten zu lassen, von denen ich manchmal gar nicht weiß, ob sie stimmen. Jeder weiß etwas anderes. Das ständige Checken von Nachrichten macht unruhig und nervös. Stattdessen entscheide ich mich täglich für eine ausgiebige Einheit an Bewegung, mache einen Spaziergang oder einige Übungen auf meiner Yogamatte, die immer bereit liegt:-) Hinterher stelle ich fest, wie sich mein Denken und Fühlen verändert durch die Bewegung und das Frühlingslicht, das sich jetzt immer öfter blicken lässt.

„Erholen Sie sich zum Abschluss des Tages. Wenn Sie tagsüber viel online sind, sollten Sie das abends ändern und lieber ein Buch lesen, stricken, malen, gärtnern oder ein Hörbuch hören, weil das Gehirn Abwechslung braucht. Auch kleine Dankbarkeitsrituale oder eine kurze Meditation helfen vielen abends beim Abschalten“, schreibt die Psychologin Dr. Annegret Wolf.

Hier bei mir in meiner Praxis für Paartherapie finden sich unter der Corona-Pandemie vermehrt Paare ein, die über die lange Phase der Pandemie mit ihrer Beziehung in die Schieflage geraten sind. Es kommen leider immer mehr Paare, die eine Trennungsberatung suchen. Viele Partnerschaften sind durch den Lockdown bis an ihre Grenzen und darüber gefordert.

Ich möchte hier für alle, die sich für das Partnerschaftsthema „Ist Liebe machbar“ interessieren, einen Link empfehlen mit einem Video dazu. Es spricht dort mein EFT- Ausbilder und Trainer Matt Angelstorff aus Berlin, der in EmotionsFokussierter PaarTherapie (EFT; siehe auch Wikipedia) in Deutschland lehrt und unterrichtet: https://www.paartherapie-berlin-mitte.de

Heute beginnt hier bei mir der Tag mit Sonnenschein und ich möchte Ihnen gerne etwas von diesem Sonnenschein nach Hause schicken. Bleiben Sie zuversichtlich und arbeiten Sie sich ermutigt durch den Corona-Alltag, das wünsche ich Ihnen!! Sollten Sie Fragen haben oder einen Termin für eine Paarberatung  vereinbaren wollen, schrieben Sie mir gerne.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start den Frühlingsalltag!

Herzlichst,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel.

In den Weihnachtstagen bekam ich einen Hyazinthen Blumengruß geschenkt, der sich über Neujahr hinweg zu diesem kleinen Kunstwerk entwickelt hat: Zwei Blüten die in entgegensetzte Richtungen wachsen-hübsch anzuschauen, wie ich finde.

Bei den Paaren, die sich in diesen Tagen des neuen Jahres bei mir anmelden und eine Paartherapie beginnen möchten, hat sich die Beziehung ähnlich auseinander entwickelt, in zwei unterschiedliche Richtungen. Beide Partner spüren eine große Distanz, die Liebe zueinander scheint verloren gegangen zu sein.

Als ich vor kurzem auf NDR-Kultur einen Beitrag zum Thema „wie unsere Gedanken unser Leben bestimmen“ hörte, fühlte ich mich an meine Arbeit in der Paartherapie erinnert. Viele Paare, die in Beratung kommen, haben negative Gedanken über ihre Beziehung und über den eigenen Partner/in. Sie kommen aus diesen negativen Gedankenschleifen nicht mehr raus, haben sich darin verstrickt und ein sogenanntes destruktives Beziehungsmuster ist entstanden. Es ist ein richtiger Teufelskreis in den beide Partner miteinander geraten sind. Anstatt diesen Teufelskreis zu besiegen, konzentriert sich das Paar unbewusst immer mehr darauf, sich gegenseitig zu bekämpfen. Dabei würde es viel mehr Sinn machen, sich zu verbünden, um gemeinsam das destruktive Beziehungsmuster wieder aufzulösen. An genau dieser Schnittstelle möchte die Emotionsfokussierte Paartherapie, kurz EFT mit Paaren an ihrer Partnerschaft arbeiten. Es geht darum die positive Verbindung mit dem Partner wieder aufzunehmen und die Liebesbeziehung zu reanimieren.

Zu Beginn eines neuen Jahres beschäftigen sich viele Menschen damit, was Ihnen im neuen Jahr wichtig sein soll, an welcher Stelle ein Richtungswechsel eingeleitet werden sollte und dieser gewünscht wird. Dabei geht es vor allem darum zu entscheiden, was mir wirklich wichtig ist in meinem Leben. Wer sich Hilfe für seine Paarbeziehung sucht, der hat gemerkt, wie wichtig eine intakte Partnerschaft für das eigene Wohlbefinden ist.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr 2021, dass es Ihnen gelingt, sich immer genug Aufmerksamkeit und Zeit für Ihre Partnerschaft zu nehmen. Sie den eigenen Einfluss auf die Beziehung nicht aus den Augen verlieren, es Ihnen gelingt Ihre Partnerschaft zu vertiefen und gemeinsam zu gestalten, hin zu immer mehr Vertrauen und liebevoller Verbundenheit miteinander. Sollten Sie dabei ins Stolpern geraten und sich Hilfe durch eine Paartherapie wünschen, dann schreiben Sie mir gerne, um einen Termin für ein sogenanntes Erstgespräch zum Kennenlernen zu vereinbaren. Ich freue mich über Ihre Nachricht.

Mit herzlichen Grüßen zum neuen Jahr,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

Sehr geehrte LeserInnen, liebe Klientenpaare,

zum Ende dieses besonderen Jahres möchte ich Ihnen gerne ein paar Weihnachtsgrüße und Gedanken zukommen lassen. Es ist ja gar nicht so einfach die richtigen Worte in dieser „schrägen Zeit“ zum Weihnachtsfest zu formulieren, wie ich finde. Auf der Weihnachtskarte, die Sie oben im Bild sehen, war zu lesen: 

Weihnachten ist dieses Jahr ganz schön schräg, trotzdem ist die Botschaft noch gültig „euch ist ein Retter geboren“. Ja, dem kann ich mich anschließen, da fühle ich mich angesprochen, dachte ich beim Lesen.

Ich wünsche Ihnen für die Weihnachtstage die Möglichkeit sich vertrauensvoll mit einigen wenigen Menschen zu treffen, die Ihnen menschliche Nähe schenken.

Ich wünsche Ihnen, dass es gelingt, sich gegenseitig bei einem gutem Essen, von den erfreulichen Erlebnisses dieses besonderen Jahres zu erzählen.

Vielleicht spielen Sie auch gemeinsam ein Spiel und es gibt etwas zu lachen, ein Lachen sollte bestenfalls nicht fehlen.

Nehmen Sie sich die Freiheit einer Auszeit, wenn Ihnen an diesen besonderen Tagen für einen gewissen Zeitraum danach zumute sein sollte.

Ich wünsche Ihnen die Fähigkeit die Herausforderungen anzunehmen, die die Pandemie dieses Jahr und noch bis in das kommende Jahr hinein reichend, von uns allen  fordert.

Üben Sie sich in Selbstfürsorge und Mitgefühl für sich und für andere, das hilft Ihnen Stresssituationen auf Augenhöhe zu begegnen.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingt sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren-wie die freundliche Begrüßung eines Freundes oder ein gelungenes Weihnachtsessen.

Die Resilienzforscherin Michele Wessa von der Johannes-Gutenberg Universität Mainz empfiehlt zur Resilienzstärkung: Sich am Morgen eine Handvoll Erbsen in die rechte Jackentasche zu stecken. Immer dann, wenn etwas Positives passiert, nimmt man eine Erbse aus der rechten in die linke Tasche, rät sie. So würden positive Erlebnisse greifbar werden. Ein bewusst positiver Blick auf die Dinge kann helfen, gefestigter zu leben und Krisen souverän zu meistern.

Ab Januar 2021 werde ich in meiner Praxis für Paartherapie wieder in gewohnter Weise für Sie da sein. Schreiben Sie mir, wenn Sie einen Termin zur Paarberatung vereinbaren möchten oder wenn Sie Fragen auf dem Herzen haben.

Bleiben Sie zuversichtlich und das bis weit in das neue Jahr hinein! Bleiben Sie gesund und Ihre Lieben ebenso!! 

Mit sehr herzlichen Grüßen zum Weihnachtsfest verbleibe ich,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

Mit dieser kleinen Impression zu Beginn der Adventszeit möchte ich Sie erfreuen und damit gleichzeitig in mein heutiges Thema einleiten. Wie halten Sie es mit Ritualen, gibt es welche in Ihrem Alltag und haben Rituale eine Bedeutung für Ihre Paarbeziehung??

Sie haben vielleicht das Ritual am Sonntagmorgen oder auch schon am Sonnabend, zum Brötchenholen zu fahren, zu joggen oder zu radeln. Anschließend frühstücken Sie gemeinsam mit Ihrem Partner, haben das passende Brötchen für Ihre Geliebte mitgebracht und den Tisch gedeckt, um den Wochenendschmaus zu optimieren. Anschließend oder während des Frühstück ergibt sich ein Gespräch über ein aktuelles Thema in der Wochenendausgabe der Tageszeitung oder Ihnen fällt ein anderes Gesprächsthema ein, das Sie beide gerade interessiert. Diese Momente der Zweisamkeit spiegeln etwas von Ihnen als Paar wieder, wie wichtig Sie sich sind und was sie sich bedeuten.

„Rituale sind die Hüter einer Liebesbeziehung“, schreibt der Paartherapeut Oskar Holzberg in seinem Buch Neue Schlüsselsätze der Liebe. Paare erschaffen von ihrer ersten Begegnung an gemeinsame Rituale. Wenn ein gegenseitiges Verhalten für beide erfreulich war, werden sie es wiederholen. Das kann die Nackenmassage vor dem Fernseher sein oder die kleinen Zettel mit den Liebesbotschaften am Kühlschrank. Rituale sorgen dafür, dass eine Paarbeziehung stabil bleibt!

Wir sollten als Paar gemeinsam entwickeln, wie wir die großen Rituale begehen, die es in unserer Kultur gibt: Geburtstage, Ostern, Weihnachten, die Hochzeitstage, Einschulung und Zeugnisse der Kinder usw. Und ob wir sie begehen wollen, der Stil, in dem wir unsere Feste feiern, spiegelt unser „Wir“ wieder. Rituale geben uns Halt und stellen einen wichtige Teil unseres Lebens dar.

Rituale können auch helfen unseren Zusammenhalt zu stärken oder wiederherzustellen. Wie möchten uns vielleicht versöhnen, aber wir sind unsicher, ob unser Partner es auch will. Flippt er vielleicht aus, wenn ich mich ihm jetzt nähere? Als Paar können wir dann Alltagsrituale nutzen, um Situationen zu entschärfen. Wir kommunizieren durch unser Ritual, wenn ich den gewohnten Tee für uns beide zubereite und ihn dir entgegen bringe.

Das Entscheidende ist, das wir nach einer symbolischen Handlung und den Worten suchen, die unsere Gefühle ausdrücken, allein das ist heilsam.

Wenn Sie mehr über die Bedeutung von Ritualen in der Partnerschaft lesen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch von Oskar Holzberg.

Ich wünsche Ihnen eine heilsame Adventszeit, viele gemeinsame Momente zu zweit, die Sie als Paar kreieren. Bleiben Sie gesund-bei mir in der Praxis für Paartherapie gibt es jetzt zusätzlich noch ein Luftreinigungsgerät als weitere Schutzmaßnahme gegen das Covid-19 Virus.

Mit herzlichen Grüßen im Advent,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

 

In dieser Woche kam die Nachricht: Ganz Deutschland muss sich ab kommenden Montag, den 02.11. wieder auf viele Beschränkungen des täglichen Lebens vorbereiten. Wir alle müssen uns nun auf einen circuit breaker lockdown einstellen. OH NEIN, das ist wohl die Reaktion von vielen von uns, die mit diesen erneuten Einschränkungen des Alltags nicht gerechnet haben und sie sich auch nicht vorstellen wollten. Mir geht es jedenfalls so, dass ich mich erst einmal betroffen fühle.

Nun hat die Bundesregierung nach ausführlichen Beratungen einen Erlass von verschärften Maßnahmen für einen bestimmten Zeitraum (von 4 Wochen) beschlossen, sozusagen auf die Bremse zu treten, um auf diese Weise die Kurve der drastisch steigenden Infektionszahlen zu unterbrechen. Die Gesundheitsämter kommen mit der Nachverfolgung von Kontaktpersonen nicht mehr hinterher. Vergleichbar mit einem LKW, der den Abgrund herunter rauscht, will man den weiteren Anstieg der Kurve dadurch verhindern.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich auch in meiner Praxis für Paarberatung, viele Paarbeziehungen geraten in Not durch die langen Monate der Einschränkungen und der Isolation. Auch bei mir steigt die Kurve der Hilfesuchenden, die sich für eine Paartherapie anmelden. Inzwischen ist es mir glücklicherweise wieder möglich Präsenzsitzungen anbieten zu können. Durch die Einhaltung der Hygienerichtlinien und des Sicherheitsabstands kann ich in den Paartherapie-Sitzungen die größt mögliche Sicherheit herstellen. Ab der KW48 werde ich zusätzlich zum ausgiebigen Lüften während und nach den Sitzungen auch noch einen Heyloe-Luftreiniger mit einem HP14 Filter mit im Raum stehen  haben. Dieses Gerät stellt einen zusätzlichen Schutz vor Übertragung dar.

Ich wünsche Ihnen und allen meinen Klienten einen „gesunden Herbst“, dass Sie sich nicht infizieren und Sie Ihren Teil zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Covid19 beitragen mögen. Bleiben Sie zuversichtlich und hoffnungsvoll und gönnen Sie sich ab und zu einen kleinen Spaziergang mit guten Aussichten:-)

Wenn Sie Fragen zu meiner Arbeit oder zu meinen Angeboten haben, schreiben Sie mir gerne oder rufen Sie mich einfach an.

Mit herzlich-herbstlichen Grüßen,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

Was lässt eine Beziehung scheitern?

2.10.2020
Ute Klöpper-Wenzel
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Die Paare, die zu mir in die Praxis kommen und eine Paartherapie beginnen, möchten immer auch verstehen, warum ihre Ehe zu scheitern droht. Der Ehe- und Familienpsychologe John Gottmann hat über 20 Jahre lang erforscht, woran Ehen scheitern.

Die Anzeichen für eine Ehekrise bezeichnet er als „Apokalyptische Reiter“ einer Paarbeziehung und benennt vier unterschiedliche Phänomene, die eine Ehe in die Schieflage führen können. Da ist zum einen die Kritik, die den Partner/in trifft. Wenn sie über den konkreten Anlass  hinaus verallgemeinernd und verletzend auf das Gegenüber zielt. Weiter die Verachtung, die durch Geringschätzung des Partners, abschätzigen Humor oder Hohn ausgedrückt wird. Dann ist da sie Selbstrechtfertigung, die Leugnung der eigenen Anteile, was in der Regel die Beschuldigung des Partners einschließt. Und schließlich das „Mauern“, die Mauer, hinter die man sich vom Partner zurück zieht, sei es körperlich oder auch innerlich, indem man schweigt oder den anderen ignoriert. Dieses Machtspiel strengt auf Dauer heftig an und erschöpft. Irgendwann hat man innerlich genügend Argumente gesammelt, um sich schließlich „aus gutem Grund“ vom Partner abzuwenden, der mir ja das Glück schuldig geblieben ist. Wenn es dann fast keinen Ausweg mehr zu geben scheint, gelangen die ratlosen und verzweifelten Paare zu mir in die Paarberatung.

Die Emotionsfokussierte Paartherapie EFT (nach Dr. Sue Johnson/Canada) arbeitet mit Paaren daran die Apokalyptischen Reiter zu erkennen und im therapeutischen Setting zu lernen diese zu „zügeln“. Die Paare geraten, ohne es bewusst zu bemerken, in einen destruktiven Interaktionskreislauf miteinander, der die Paarbeziehung immer näher an den Abgrund gleiten lässt. Aus diesem machtvollen Teufelskreis auszusteigen, das ist ein weiterer Entwicklungsschritt in meiner Paartherapie, der erreicht werden sollte. Um die Paare therapeutisch schließlich zurück zu einer wertschätzenden und liebevollen Paarbeziehung  zu begleiten.

Wenn Sie Fragen haben oder sich eine Paartherapie wünschen, dann schreiben Sie mir gerne.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst und bleiben Sie von Corona verschont!!

Mit sehr herzlichen Grüßen,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

Eigentlich hatten wir doch gehofft, dass die Corona-Pandemie weitestgehend hinter uns liegt. Aber die Realität sieht leider anders aus, wir haben die Krise noch längst nicht überstanden.

Ob beim Einkaufen, 0b in der Freizeit oder bei der Arbeit – Covid19 schränkt den Alltag weiterhin stark ein. Durch die Ausgangs- und Freizeitbeschränkungen und immer noch Home-Office Zeiten verbringen Paare derzeit deutlich mehr Zeit miteinander. Gemeinsame Zeit kann schön sein, doch die Gefahr von Konflikten ist durch die Coronakrise viel größer als bisher. Das zeigt sich bundesweit in den psychotherapeutischen Praxen durch vermehrte Anmeldungen und bereitet auch mir Sorge in meiner Praxis für Paartherapie und zeigt sich in meinen Paarberatungen. 

Deshalb möchte ich mich hier einer Veröffentlichung der Deutschen Psychotherapeutischen Vereinigung anschließen, die eine Sammlung von Tipps erarbeitet hat, wie es Paaren gelingen kann, sich in Coronazeiten nicht „auf den Keks“ zu gehen. 

Sie lesen hier aus Platzgründen nur die Überschriften und nicht die gesamten Ausführungen zu den einzelnen Punkten:

  • Reflektieren Sie eigene Aufgaben und Wünsche.
  • Stimmen Sie einen eigenen Tages- und Wochenplan miteinander ab. 
  • Gemeinsame Zeit und individuelle Zeit einplanen. 
  • Sprechen Sie miteinander über Ihre Vorstellungen.      
  •  Legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage
  • Wut und Ärger nicht ausagieren.
  • Pflegen Sie bewusst auch Kontakte außerhalb Ihrer Paarbeziehung.
  • Geben Sie den Tagen Struktur. 
  • Nehmen Sie Streit ernst.
  • Kommunizieren Sie Ihre Bedürfnisse nach Abstand und Zeit richtig.
  • Versuchen Sie, auch noch Paar zu sein, nicht nur Eltern.
  • Fällen Sie keine überstürzten Entscheidungen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und/oder Fragen zu den einzelnen Empfehlungen haben, wenn Sie vielleicht denken, dass eine Paartherapie Ihnen helfen könnte, rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir. 

Ich bin für Sie da, wenn Ihre Paarbeziehung unter den Herausforderungen der Coronakrise in die Schieflage gekommen sein sollte oder wenn Sie merken sollten, dass Sie sich einfach nur Unterstützung für Ihre Partnerschaft wünschen. 

Es lohnt sich an der Paarbeziehung zu arbeiten, fühlen Sie sich ermutigt!

Mit herzlichen Spätsommergrüßen und guten Wünschen – bleiben Sie gesund! 

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

PS: Das Cover auf dem Bild soll Sie als Lesetipp erreichen:-)

Sommerzeit-Ferienzeit-Coronazeit!

12.7.2020
Ute Klöpper-Wenzel
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Endlich ist die Ferienzeit da, einige Bundesländer haben bereits seit zwei Wochen Ferien, andere dürfen sich noch auf den bevorstehenden Urlaub freuen. Der Sommer zeigt sich hier bei uns im Norden in diesen Tagen leider vorrangig kalendarisch, denn die Sonne scheint nicht so kontinuierlich, wie wir es uns in der Ferienzeit wünschen würden-damit müssen wir uns wohl oder übel arrangieren:-)

Mich erreicht in diesen Tagen ein Urlaubsgruß von der schönen Nordseeinsel Sylt, siehe Foto oben. Ich musste zwei Mal hinschauen, bevor ich sicher war, dass es sich hier um zwei leblose Gestalten handelt…wirklich lustig!

Viele von uns sind in diesem Jahr scheinbar auf der Suche nach dem richtigen und einem sicheren Corona-Urlaubsziel. Von Freunden von mir weiß ich, dass sie sich ein innerdeutsches Urlaubsziel gesetzt haben: Alle 16 Bundesländer zu bereisen und kennen zu lernen. Das ist ja mal ein besonderes Vorhaben, denke ich mir und bin beeindruckt.

Bestimmt haben Sie auch eine Idee für Ihre Ferienzeit in diesem besonderen Jahr, um Abwechslung und Freude in der Coronazeit zu erleben. Ganz egal wohin und wie lange Sie Urlaub haben werden, wünsche ich Ihnen viele Gelegenheiten, um sich als Paar ein paar innig-zugewandte Stunden zu ermöglichen. Denn Zeit zu zweit zum gegenseitigen Zuhören und gesehen werden, das ist das, was unsere Paarbeziehung am Leben erhält oder sie auch wieder belebt.

In der Emotionsfokussierten Paartherapie sprechen wir mit den Paaren darüber, wie wichtig es in jeder Paarbeziehung ist, unser Gegenüber als emotionale Resonanzfläche zu erleben. Den PartnerIn erleben wir dann als Resonanzgegenüber, wenn es uns gelingt emphatisch zu zu hören und miteinander zu sprechen. Natürlich gelingt so ein Gesprächsklima nicht immer wie von selbst und ohne Übung, ist aber durchaus erlernbar und unterstützt die innere Verbundenheit des Paares. Die Ferienzeit bietet sich durchaus an, um in ein solches Übungsfeld einzusteigen.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Ferienzeit mit viel frischer Luft und gut-schwingenden Gesprächen, ähnlich den beiden gemütlichen Typen oben auf dem Foto. Weitere Informationen zu meiner Arbeit finden Sie unter Paarberatung/Paartherapie und/oder beim Stöbern in meinem Blog. Unter Kontakt können Sie mir schreiben, allerdings bleibt meine Praxis bis Mitte August geschlossen. Anschließend geht es in gewohnter Weise, den Corona-Schutzbedingungen entsprechend, weiter.

Herzlichst und bleiben Sie gesund!

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

HALLO-heute möchte Sie gerne mit hinein nehmen in meine ganz persönlichen Erlebnissen der letzten Wochen…

In den ersten Tagen des Wonnemonats Mai habe ich im schönen Schleswig-Holstein eine Fahrradtour zusammen mit meinem Mann unternommen. An einem Freitag sind wir von Kosel (bei Eckernförde) aus mit der Fähre in Missunde übergesetzt, um auf der anderen Seite entlang der Schlei bis nach Arnis (historische Altstadt) zu radeln. Teils ging es direkt am Wasser entlang. Das war eine landschaftlich wunderschöne Tour, rechts und links mit blühenden Rapsfeldern, von Dorf zu Dorf und von oben Sonne satt. Das waren dann hin- und zurück genüssliche 60km an Strecke zu bewältigen, die uns abends müde sein ließen:-)

Am Sonnabend sind wir vormittags mit dem Fahrrad zu einem Ausflug in das nahe gelegene und beschauliche Eckernförde aufgebrochen. Schon viele Male haben wir diesen netten Ostseeort besucht und es immer sehr genossen dort zu sein. An diesem Vormittag passiert mir dort leider ein tragischer und folgenschwerer Fahrradunfall…Ich bin schwer gestürzt mitten im Straßenverkehr, völlig unerwartet und durch eigenes Verschulden!

Der Rettungswagen brachte mich in die Lubinus-Klinik nach Kiel und dort diagnostizierte man einen schweren Trümmerbruch im linken Kniegelenk. Ich bekam eine umfangreiche OP-Versorgung und musste insgesamt 12 lange Tage im Krankenhaus bleiben, bevor ich am Himmelfahrt-Wochenende an 2 Unterarmstützen entlassen wurde. Nun befinde ich mich in häuslicher Obhut und darf für insgesamt 9 Wochen mein Bein nicht voll belasten. Viel Pflege und Training sind notwendig, um mich „wieder in Form“ zu bringen, diese schwere gesundheitlich-seelische Krise zu überwinden.

In diesen Tage lese ich einen Artikel in der Fachzeitschrift „Psychologie heute“ mit dem Titel An Krisen wachsen. Ich lese ganz besonders aufmerksam den Text zu dem Untertitel Die Macht des Erzählens. In den Tagen nach dem Unfal,l habe ich intensiv meinem Tagebuch alles erzählt, was ich an leichtem und schwerem erlebt habe.

„Das Erlebte und Durchgemachte zu erzählen-entweder den vertrauten Menschen um uns herum oder stumm uns selbst-, das ist ein Schlüssel beim Verarbeiten von Krisen.“ Diese Worte lese ich dort in dem Artikel und verstehe mein eigenes Verhalten, alles  Erlebte meinem Tagebuch zu erzählen, als eine wichtige Chance zur Verarbeitung des tragischen Geschehens. Das Aufschreiben hilft mir die erlebte Krise zu verarbeiten. Schließlich habe ich von hier auf gleich ein wichtiges Stück meiner Gesundheit verloren, musste starke Schmerzen ertragen, war im Corona-Lockdown im Krankenhaus isoliert und ohne Besuch, musste schließlich auch den Pflegenotstand im Krankenhaus erdulden.

Wenn ich heute, mit ein wenig Abstand auf meine Situation schaue, dann möchte ich jetzt „Das Heft des Handelns“, wieder in die Hand nehmen. Und dadurch meinen noch andauernden Genesungsfortschritt aktiv mit voran bringen. Ich möchte mein eigenes Schicksal jetzt selber beeinflussen-wieder gesund und belastbar zu werden.

Ich bin dankbar für die moderne Medizin, die mir geholfen hat durch kompetente Ärzte, Verabreichung von wirkungsvollen Schmerzmitteln zur rechten Zeit, über verfügbare Menschen in der Nähe, für Liebe die mir geschenkt wurde von allen Seiten, um wieder zu Kräften zu kommen. Und nicht zuletzt hat mich mein Glaube an einen segnenden Vater im Himmel unendlich gestützt und hoffnungsvoll bleiben lassen.

Ich möchte weiterhin für Sie, meine geschätzten Klienten/Innen da sein und mit Ihnen in Verbindung bleiben. Ich möchte Ihnen weiterhin kompetente Paartherapie und Paarberatung anbieten und das sowohl als Präsenzsitzung sowie als Online-Beratung. Spätestens ab Ende Juli möchte ich auch wieder ohne angezogene Handbremse für Sie da sein können 🙂 Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf, wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten.

Mit sehr herzlichen Grüßen,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

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Die Autorin

Jahrgang 1956. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder. Seit 2001 bin ich im Fachbereich Psychologische Beratung tätig, seit 2007 in eigener Praxis in Großhansdorf bei Hamburg.

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