Wenn Kinder zart besaitet sind-das besondere Charaktermerkmal

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Das Thema Hochsensibilität lässt mich nicht los. Wir können das besondere Charaktermerkmal der Hochsensibilität auch schon im Kindesalter beobachten.

Solange ein Kleinkind noch im sicheren Umfeld der Familie ist, merken Eltern oft noch nichts von dieser Besonderheit. Die ersten Auffälligkeiten zeigen sich erst in Übergangssituationen, wie beim Eintritt in die Kita. Die Eingewöhnungszeiten können ungewöhnlich lang sein, manche Kinder haben zudem eine besonders lange Beobachtungsphase, in der sie beispielsweise erst einmal nur zuschauen können, um sich dann plötzlich zu integrieren. Diese Kinder zeigen oft ein sehr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis.

Wir können im Spielverhalten oft beobachten, dass sie sich an entweder Älteren oder an Jüngeren orientieren, bei denen sie die Spielregeln bestimmen können. Diese Kinder denken oft schon tiefer, kommen mit ganz ungewöhnlichen, fast philosophischen Fragen daher und finden bei Gleichaltrigen häufig kein Gegenüber. Sie haben einen hohen „inneren Maßstab“ und wenn ihnen dann etwas nicht gelingt oder sie überreizt sind, neigen sie zu Wutausbrüchen oder innerem Rückzug.

Eltern sollten ihren hochsensiblen Kindern eine klare Tagesstruktur geben und nicht zu viele Aktivitäten nach der Kita oder der Schule planen, denn Hochsensible stehen oft unter Dauerspannung. Für sie ist es wichtig zu lernen, wie sie sich entspannen können. Dazu brauchen sie regelmäßig Freiräume, in denen sie selbstvergessen und tief  entspannt spielen können. Dabei sollten Eltern im Blick haben, was das Kind besonders gerne macht, malen, bauen, sich bewegen an frischer Luft oder basteln im Haus

Auch sollten Eltern sich die Schule genau anschauen, die sie für ihr Kind mit dieser Charaktereigenschaft aussuchen. Sie sollte dem Kind möglichst viel Sicherheit bieten, zum Beispiel in Form einer kleinen Klassengröße. Es ist davon abzuraten den Lehrer vorab über die Besonderheiten des Kindes zu informieren, um es vor Stigmatisierung und Vorurteilen zu schützen.

Ganz sicher brauchen hochsensible Kinder in besonderem Maße feinfühlige Eltern, die dafür offen sind das Kind mit seinen Besonderheiten anzunehmen und zu verstehen, um es in bester Weise zu fördern. Das ist sicherlich nicht immer einfach und stellt für Eltern eine besondere Herausforderung dar, zumal hochsensible Kinder meist auch mindestens einen hochsensiblen Elternteil haben, der im besten Fall wiederum seine Besonderheit erkannt haben sollte.

Die Amerikanerin Elaine Aron ist bekannt für Ihre Kompetenz zum Thema Hochsensibilität und hat Fragen zusammengestellt, die auf eine Hochsensibilität hinweisen können, unter www.zartbesaitet.net finden Sie einen Test zu diesem Thema.

Wer sich für aktuelle Literatur interessiert findet sicherlich auch aufschlussreiches Wissen in dem gerade erst erschienen Buch „Hochsensibilität-worauf es in der Begleitung Hochsensibler ankommt“ von Jutta Böttcher und Christian Schneider.

In meinen Gesprächen in der Einzelberatung und der Paarberatung finden Sie ganz individuelle Unterstützung zu diesem sensiblen Thema, das mich schon seit Jahren begleitet und mit dem ich mich beschäftige. Rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir, wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten.

Mit herbstlichen Grüßen an diesem grauen Novembertag,

Ihre Ute Klöpper-Wenzel

 

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Die Autorin

Jahrgang 1956. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und ein Enkelkind. Seit 2001 bin ich im Fachbereich Psychologische Beratung tätig, seit 2007 in eigener Praxis in Großhansdorf bei Hamburg.

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