Dunkle Geheimnisse

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In der Sonntagsausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ lese ich in der zurückliegenden Sonntagausgabe einen Artikel mit der Überschrift „Dunkle Geheimnisse“.

Der Umgang mit Geheimnissen gehört auch zu meinem Berufsalltag in den Beratungsgesprächen mit meinen Klienten. Hin und wieder vertrauen mir Klienten ein Geheimnis an. Ich bin zur Verschwiegenheit verpflichtet, das wissen die Ratsuchenden, die mir von ihrem Geheimnis erzählen.

Etwas zu verheimlichen ist anstrengend, belastet auf Dauer die Psyche und kann den Körper schädigen. Die häufigsten Geheimnisse, die mit niemandem geteilt werden sind an vorderster Stelle Seitensprunggedanken, gefolgt von Gedanken an geheime sexuelle Beziehungen, Lügen, Vertrauensbrüche, emotionale Untreue, aber auch Gedanken um Familiengeheimnisse können sehr belastend sein.

In einer US-Studie wurde nachgewiesen, dass ein Mensch im Schnitt 13 Geheimnisse hat, 5 davon hat man noch niemandem erzählt. Geheimnisse können so belastend sein, dass sie uns unproduktiv und depressiv machen. Aber nicht nur das Verheimlichen vor anderen belastet. Sondern vor allem das Verheimlichen vor sich selbst belastet eine Person.

Die US-Psychologin Anita Kelly hat 10 Wochen lang in einer Studie Testpersonen untersucht, die intensiv ihre Geheimnisse hüteten – und das veranlasste sie zu lügen. Am Ende der zehn Wochen stellte Sie fest: Lügen machen den Körper und die Psyche krank. Beziehungsweise: Wer nicht lügt, dem geht es messbar besser.

Geheimnisse zu hüten bedeutet, sie vor anderen verstecken zu müssen-und das erfordert Lügen. In ihrer Studie konnte die Wissenschaftlerin A. Kelly nachweisen, dass körperliche Beschwerden, wie etwa Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen, weniger wurden je weniger die Probanden gelogen hatten. Drei Lügen weniger ließ vier Symptome verschwinden, wie Niedergeschlagenheit zum Beispiel oder Erschöpfung.

Menschen fällt es leichter ihre Geheimnisse einem fremden Menschen anzuvertrauen, der nicht unter den Enthüllungen leiden wird. Das ist auch meine Erfahrung in meinen Beratungsgesprächen. Geheimnisse werden leichter einem Therapeuten oder anonym erzählt. Warum das Erzählen so entlastend sein kann, die Geheimnisse mit jemandem zu teilen, das konnten die Wissenschaftler bisher noch nicht erklären.

„Je mehr ein Geheimnis den Kopf vereinnahmt, umso weniger Energie hat man für alles andere“, sagt der US Psychologe Michael Slepian.

Wenn Sie Entlastung suchen, weil Sie ihre Geheimnisse mit jemandem teilen möchten, um den Kopf wieder frei zu bekommen und sich körperlich wieder besser zu fühlen, dann vereinbaren Sie einen Termin mit mir. In einem Einzeltherapie-Gespräch oder einem Paartherapie-Gespräch finden Sie entlastende Hilfe und Unterstützung für Ihre belastende Situation.

Sie erreichen mich über meine mobile Telefonnummer oder schreiben mir eine Email, um einen Termin zu vereinbaren.
Ich freue mich über Ihre Nachricht!

Mit sehr verständnisvollen Grüßen zu diesem schwierigen Thema,
Ihre Ute Klöpper-Wenzel

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Die Autorin

Jahrgang 1956. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne. Seit 2001 bin ich im Fachbereich Psychologische Beratung tätig, seit 2007 in eigener Praxis in Großhansdorf bei Hamburg.

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