Großmutter-sein: Schweigen-schenken-schmunzeln

Einzelberatung / Psychotherapie // Familienberatung

Vor einigen Tagen bin ich Großmutter geworden, nicht ganz unerwartet, aber dann doch überraschend, denn unser Enkelkind hat sich 10 Tage zu früh auf die Welt gedrängelt. Alles lief gut, alles ist dran an ihm und den Eltern geht es gut mit ihrer neuen Situation.

Es ist ein wunderbar-beglückendes Gefühl Großmutter zu sein und als ich vor ein paar Tagen in einem Internetforum den Spruch lese: „Enkelkinder sind das Dessert des Lebens“, denke ich, ja so fühlt es sich  für mich an, das trifft zu!

Ich möchte dieses Dessert genießen und wünsche meinem Enkelkind nur das Beste für seine Zukunft und seine Entwicklung. Ähnlich, wie ich, denken bestimmt die meisten Menschen, die Großeltern werden.

Aber was gibt es zu bedenken auf dem Weg eine gute Großmutter für mein Enkelkind zu werden, das ist die Frage, die sich mich bewegt und über die ich nachdenke.

Selbstverständlich möchte ich so oft wie möglich für das Kind da sein, Zeit mit ihm verbringen, ihm zur Seite stehen und dadurch eine gute Beziehung zu meinem Enkelsohn aufbauen.

Da sind ja immer auch die Eltern, die an erster Stelle für das Kind die Verantwortung tragen und zuständig sind. Ich bin als Großmutter „nur“ an zweiter Stelle verantwortlich und habe mich an diesem Platz einzuordnen, so sollte es sein. Das weiß ich, das ist mir bekannt, aber es wird mir bestimmt nicht immer leicht fallen. Zurückhaltung ist da die Devise und sicherlich nicht eine meiner Stärken, das werde ich üben müssen.

Da treffe ich in der zurückliegenden Woche eine schon erfahrene Oma, mit der ich ins Gespräch komme. Sie berichtet mir, was sie wiederum von anderen erfahrenen Omas und Opas gehört hat und was sie mir rät.

Wenn man eine gute Großmutter/vater sein möchte hilft die Devise:
Schweigen-schenken-schmunzeln!

Na gut, denke ich, das kann ich hoffentlich auch hinbekommen und merke mir diese Trilogie, denn sie könnte mir helfen.

In einigen Momenten geht es wohl darum als Gr0ßmutter lieber zu schweigen als den Eltern in die Erziehung reinzureden. Ein anderes „Problem“ kann sich eventuell dadurch lösen, ein Geschenk zu machen anstatt Ratschläge zu verteilen. Und schlußendlich, so denke ich mir, hilft ein stilles Schmunzeln in der einen oder anderen Situation, um alles leichter zu nehmen, als es in dem Moment erscheint.

Als Großmutter bin ich eine Beginnerin und muss noch viele Erfahrungen sammeln, das steht für mich fest.
In der Einzel- und Paartherapie habe ich deutlich mehr Erfahrung und auch in der Erziehungsberatung bin ich sicher, wenn Sie sich bei mir anmelden sollten, dass ich Ihnen weiter helfen kann.

Ich freue mich über Nachrichten von Ihnen und grüße Sie an diesem grauen Novembertag sehr herzlich,
Ihre Ute Klöpper-Wenzel

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Die Autorin

Jahrgang 1956. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne. Seit 2001 bin ich im Fachbereich Psychologische Beratung tätig, seit 2007 in eigener Praxis in Großhansdorf bei Hamburg.

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